Verlängerte Trauerreaktion Dr. Roemer Klinik

Verlängerte Trauerreaktion

Wenn Trauer nicht mehr nachlässt

Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den schmerzhaften Erfahrungen im Leben. Trauer ist eine natürliche Reaktion auf einen solchen Verlust. Sie braucht Zeit und Raum – und jeder Mensch trauert auf seine eigene Weise.

Manchmal jedoch bleibt die Trauer über sehr lange Zeit hinweg unverändert stark. Die Sehnsucht nach der verstorbenen Person lässt nicht nach, Gedanken an den Verlust bestimmen weiterhin den Alltag, und es fällt schwer, das Geschehene anzunehmen.  

Wenn eine intensive Trauer über viele Monate anhält und das eigene Leben stark beeinträchtigt, kann es sich um eine verlängerte Trauerreaktion handeln.

Die verlängerte Trauerreaktion ist heute eine eigenständige Diagnose im internationalen Klassifikationssystem der Krankheiten (ICD – 11).

In der Behandlung geht es nicht darum, Erinnerungen loszulassen oder die verstorbene Person zu vergessen. Vielmehr geht es darum, einen neuen Umgang mit dem Verlust zu entwickeln, so dass Trauer ihren Platz im Leben finden kann.  

Typische Anzeichen einer verlängerten Trauerreaktion

Trauer verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich. Manchmal bleibt der Schmerz jedoch über lange Zeit hinweg unverändert stark. Hinweise auf eine verlängerte Trauerreaktion können sein:

• eine anhaltend starke Sehnsucht nach der verstorbenen Person
• Wenn die Gedanken an den Verlust den Alltag bestimmen
• Schwierigkeiten, den Tod des geliebten Menschen anzunehmen
• intensive Gefühle wie Traurigkeit, Schuld, Wut oder Ohnmacht
• Rückzug von anderen Menschen oder aus dem gewohnten Leben
• das Gefühl, dass das eigene Leben ohne die verstorbene Person keinen Sinn mehr hat
• anhaltende Freudlosigkeit, Leere oder emotionale Taubheit

Therapeutische Unterstützung kann helfen, die Trauer zu verstehen und wieder einen Weg ins eigene Leben zu finden.

Trauer verstehen – und einen Weg zurück ins Leben finden

Die verlängerte Trauerstörung ist heute eine eigenständige Diagnose im internationalen Klassifikationssystem der Krankheiten (ICD-11). In der Behandlung geht es nicht darum, Erinnerungen loszulassen oder die verstorbene Person zu vergessen. Vielmehr geht es darum, einen neuen Umgang mit dem Verlust zu entwickeln, sodass Trauer ihren Platz im Leben finden kann.

Viele Menschen erleben es als entlastend, ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen zu teilen. Deshalb bieten wir ergänzend zum individuellen Therapieplan eine spezielle Trauergruppe an. 

Kontakt

Wenn bei Ihnen eine verlängerte Trauerreaktion oder Trauerstörung diagnostiziert wurde oder Sie vermuten, dass Ihre Trauer Sie stark und bereits lange belastet, können Sie sich gerne an uns wenden.

Unsere Medizinische Zentrale informiert Sie über Möglichkeiten einer stationären Behandlung. Für spezifische Fragen zur Trauerreaktion, steht Ihnen auch Frau Dr. Bischof, Leiterin der Trauergruppe zur Verfügung.

Telefon: 07051 588 126

E-Mail: info-therapie@roemerklinik.de